Welche LED?


die richtige LED finden

  • Auf Aufschrift LED achten:

    Lass dich von Bezeichnungen wie “eco superstar” nicht in die Irre führen: Nur wo LED draufsteht, ist auch LED drin.

  • Die richtige Fassung wählen: E27 für normale Deckenlampen

    LEDs gibt es in denselben standardisierten Fassungen wie andere Leuchtmittel auch. Am besten einfach die alte Birne mitbringen und einen Verkäufer fragen.

    Fassungen

  • Die passende Helligkeit: Lumen ist das neue Watt

    Die gewohnten „Watt“-Angaben geben den Stromverbrauch einer Lampe an. Da aber eine 10W-LED genau so hell sein kann wie eine 60W-Birne, muss eine neue Maßeinheit für die Leuchtkraft her: das Lumen (kurz lm).

    grobe Richtlinie für die Umrechnung
    25W =
    200-300lm
    40W =
    400-500lm
    60W =
    600-800lm
    75W =
    900-1050lm
  • Angenehme Lichtfarbe: warmweiß als Glühbirnen­ersatz

    Hier bieten LEDs viele Gestaltungs­möglich­keiten. Wer angenehmes, warmes Licht (z.B. fürs Wohnzimmer) möchte, sollte die Farbe warmweiß wählen; im Büro oder Flur eignet sich vielleicht neutral-weißes Licht besser, ganz nach deinem Geschmack. Darüber macht auch die Angabe “Farbtemperatur“, gemessen in Kelvin, eine Aussage. (Achtung, hier gilt: Je wärmer die Farbe desto niedriger deren Temperatur.) Als warmweiß werden Werte unterhalb von 3300K bezeichnet. Warmweiße LEDs haben in der Regel 2700K, genau wie die gewohnten Glühbirnen.

  • Abstrahlwinkel: Wohin soll sie leuchten?

    Glühbirnen strahlen in alle Richtungen, ein Teil des Lichts beleuchtet also (oft unnötig) die Decke oder das Innere der Lampe anstelle des Raums. LEDs hingegen gibt es in verschiedenen Ausführungen, von gerichtetem Licht bis zur Rund-um-Beleuchtung.

    Abstrahlwinkel

  • Dimmbarkeit: Nicht alle LEDs sind dimmbar.

    Falls du sie also an einer Lampe mit Dimm-Schalter betreiben möchtest, achte darauf, mit welchen Dimmern sie kompatibel ist.

die beste LED finden

  • Lebensdauer: Je höher desto besser.

    LEDs gehen in der Regel nicht schlagartig kaputt wie Glühbirnen, sondern verlieren gegen Ende ihres Lebens an Helligkeit. Darum gibt die Lebensdauer an, nach wie vielen Leuchtstunden die LEDs im Durchschnitt noch 70% ihrer Leuchtkraft haben.

  • Schaltzyklen: Je höher desto besser.

    wie oft man die LED in ihrem Leben mindestens an- und ausschalten kann.

  • Effizienz: Je höher desto besser.

    wird durch den Wert in Lumen/Watt angegeben.

  • Farbwiedergabe: Je höher desto besser.

    Der Wert Ra bzw. CRI ist ein Maß dafür, wie “echt” oder “natürlich” die Farben beleuchteter Gegenstände aussehen. 100 ist das Optimum, LEDs haben in der Regel Werte zwischen 80 und 95. Höhere Werte werden nur in grafischen Betrieben für höchste Farbtreue benötigt.

  • Preis: lieber nicht zu niedrig

    Bei LEDs ist Qualität entscheidend. Mit billigen No-Name-Produkten spart man nicht, wenn die LED dafür früher ausfällt.

Was sonst noch zu beachten ist

  • Kühlung: Damit die Elektronik einwandfrei funktioniert, wird Wärme über den Kühlkörper der LED an die Luft abgegeben. In manchen (v.a. in geschlossenen) Lampen funktioniert das nicht (Wärmestau!), was die Lebensdauer erheblich beeinträchtigen kann.
  • Entsorgung: LEDs enthalten elektronische Bauteile und gehören deshalb nicht in den Restmüll, sondern müssen separat entsorgt werden. Auf lightcycle.de findest du die Sammelstellen in deiner Nähe.
  • Ausfall: Fällt eine LED deutlich früher aus als angegeben, sollte man auf jeden Fall beim Händler oder beim Hersteller reklamieren. Manche Hersteller geben auch eine verlängerte Garantie auf ihre LED-Produkte.
  • Bauformen: LEDs gibt es in den verschiedensten Bauformen, bestimmt ist auch für dich etwas dabei. (Birnen, Leuchtstoffröhren, Strahler, Lichterketten, etc.)
  • Wo kaufen?: LEDs kann man überall dort kaufen, wo es auch sonstige Leuchtmittel gibt (Elektronik-Fachmärkte, Supermärkte, Geschäfte mit Haushaltswaren-Abteilung, Einrichtungshäuser, etc.).
    Es gibt außerdem viele Online-Händler, die sich auf LEDs spezialisiert haben.